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HJW-Förderverein als Möglichmacher

13.08.2019

Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und einer stolzen Bilanz

Wie wichtig der Förderverein für eine Einrichtung sein kann, zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung des Vereins der Freunde der Hegau-Jugendwerk GmbH. Der Förderverein hatte auch im vergangenen Jahr viele Spenden einsammeln können, um die großen und kleinen Wünsche des Hegau-Jugendwerks erfüllen zu können. Er machte vieles möglich, was sonst nicht möglich wäre, unterstrich Heinz Brennenstuhl, Vorsitzender des Fördervereins in seinem Jahresbericht. Dabei kamen die Spenden nicht nur den kleinen und größeren Patienten zu Gute, sondern auch den Eltern und Geschwisterkinder der Patienten. Denn der Alltag im HJW zeigt: Auch sie benötigen dringend vielfältige Unterstützung.

Nicht nur die Mitgliedsbeiträge der 151 Mitglieder – alleine im vergangenen Jahr gab es zwölf Neueintritte –, sondern auch Spenden von dankbaren Eltern oder von Vereinen und Institutionen sorgten dafür, dass in 2018 eine Therapieküche möglich wurde, die auch für die Elternarbeit genutzt wird, der Gangtrainer wurde in einem eigenen Anbau untergebracht, es gab einen dicken Zuschuss für ein neues Laufband, eine Rollstuhlschaukel konnte angeschafft werden, ein neuer Imagefilm erstellt, die Klinikclownin und die Kunsttherapie (mit)finanziert und eine halbe Stelle für die psychologische Betreuung der Eltern konnte finanziert werden. Alles in allem gab der Förderverein rund 108.000 Euro für diese Dinge aus. Das wusste Kassier Udo Klopfer in seinem letzten Kassenbericht zu berichten.

Denn bei den turnusmäßigen Neuwahlen, die auf dem Programm standen stellte er sich nach annähernd zehnjähriger Schatzmeistertätigkeit für den Förderverein nicht mehr zur Wahl. Das galt auch für Schriftführerin Claudia Schneble, für den Geschäftsführer des Vereins, Dr. Klaus Scheidtmann, und den zweiten Vorsitzenden Philipp von Magnis – beide waren ebenfalls an die zehn Jahre für den Förderverein aktiv. Sie wurden, soweit anwesend, gebührend verabschiedet und bekamen ein Bienenhotel „made in HJW“ zum Dank für die vielen Jahre ehrenamtlicher Arbeit zum Wohle des Hegau-Jugendwerks überreicht.

Aus dem Vorstand des Fördervereins des HJW wurden (v.l.n.r.) vom Vorsitzenden Heinz Brennenstuhl herzlich verabschiedet: Claudia Schneble als Schriftführerin, Dr. Klaus Scheidtmann als Geschäftsführer des Vereins und Kassier Udo Klopfer. Zum Dank für das langjährige ehrenamtliche Engagement zu Gunsten des Hegau-Jugendwerks gab es ein Bienenhotel für den heimischen Garten. Bild: Jagode

Damit gibt es im neuen Vorstand einige neue Gesichter. Gailingens Bürgermeister Thomas Auer führte die Entlastung des Vorstands durch und leitete die Neuwahlen. Sie fanden in offener Wahl statt. Einstimmig wiedergewählt wurden Heinz Brennenstuhl als erster Vorsitzender und die alte und neue stellvertretende zweite Vorsitzende Jutta Waldeck. Neu gewählt wurde der stellvertretende Vorsitzende Clemens Fleischmann. In den erweiterten Vorstand wurden Johannes Freiherr von Bodman und Pflegedirektorin Ina Rathje gewählt. Letztere wurde auch zur neuen Geschäftsführerin des Vereins bestellt, sie hatte seit Ausscheiden von Dr. Klaus Scheidtmann die Geschäfte interimsmäßig geführt. Neuer Kassier ist Bernd Stephan vom Vorstand der Sparkasse Hegau-Bodensee und zur neuen Schriftführerin wurde Ute Schröder ernannt.

Der neue Vorstand des Vereins der Freunde der Hegau-Jugendwerk GmbH (v.l.n.r.): Der stellvertretende Vorsitzende Clemens Fleischmann, HJW-Verwaltungsdirektorin Barbara Martetschläger, Fördervereinsvorsitzender Heinz Brennenstuhl, Schriftführerin Ute Schröder und Pflegedirektorin Ina Rathje, neue Geschäftsführerin des Vereins. Bild: Jagode

Ebenfalls verabschiedet wurde Klinikclownin Pimpinella. Sie hatte den Patienten und deren Angehörige sechs Jahre lang Freude geschenkt. Brennenstuhl würdigte ihre „wertvolle Arbeit“ und hoffte, Pimpinella werde eines Tages als Klinikclownin ins HJW zurück kehren. Die Türe stehe jedenfalls weit offen.

Petra Dierenbach, Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Fachberaterin für Psychotraumatologie auf der Frührehabilitation des Hega-Jugendwerks, stellte ihre Arbeit mit den Patientenangehörigen vor. Die kompetente Unterstützung, Begleitung und Betreuung von Eltern und Geschwisterkinder stellte im vergangenen Jahr einen Förderschwerpunkt des Vereins dar. Das Förderprojekt „Psychosoziale Begleitung von Angehörigen“ läuft seit 2015, rund 20.000 Euro nimmt der Förderverein dafür jährlich in die Hand. Wie wertvoll und notwendig diese Arbeit ist wurde allen Anwesenden anhand des Berichts von Dierenbach deutlich. Derzeit ist sie dabei ein Netzwerk aufzubauen aus Ansprechpartner für die Eltern. Das sogenannte „Eltern-Team“ soll mithelfen, Angehörige durch Wort und Tun zu entlasten und die Selbstfürsorge der Angehörigen zu stärken. Denn der Reha-Erfolg und das Wohlfühlen der kleinen und jungen Patienten hängen stark davon ab wie sich die Eltern fühlen. Im Bereich der neurologischen Kinder-Reha ist dieses Angebot ein Alleinstellungsmerkmal des Hegau-Jugendwerks

 
 
 

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