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Eine sportliche Art Danke zu sagen

19.12.2018

Benefizlauf: Pietro Torre aus Engen marschierte 45 Kilometer für das Hegau-Jugendwerk

(Gailingen). Pietro Torre ist sportsüchtig. Und er hat auch ein großes Herz für Kinder und eine besonders engagierte Art, sich zu bedanken. Nachdem er im vergangenen Jahr über die Krankheit seines eigenen Kindes das Hegau-Jugendwerk in Gailingen, eine Rehabilitationseinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen aller Art, von innen kennen gelernt hatte, war für ihn klar: Er möchte für die Hilfe und Unterstützung, die er dort erfahren durfte, etwas zurück geben. Er ist froh, dass sein Sohn auch dank des Hegau-Jugendwerks wieder rundum gesund und fit ist. Was also liegt näher, als alle Ambitionen miteinander zu verbinden und auf eine sportliche Art "Danke" zu sagen?

Der Versicherungsmakler aus Engen beteiligte sich also am 3. November am Megamarsch in Stuttgart: 50 Kilometer in zwölf Stunden ging es von dem Cannstatter Wasen über den Remstal-Höhenweg bis nach Plüderhausen. Er ließ sich dabei durch rund 30 Freunde und Unterstützer zu Gunsten des Hegau-Jugendwerks (HJW) jeden seiner zurück gelegten Kilometer vergolden. Das gesammelte Geld aus diesem Benefizlauf sollte der Förderverein des HJW bekommen, damit er eine Rollstuhlschaukel für die kleinen Patienten finanzieren kann.

Mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken ging es am 3. November um 8 Uhr morgens für Pietro Torre als einer von rund 1600 Läufern los. Bestens motiviert, weil er so viele Kilometer wie möglich schaffen wollte, lief er stramm marschierend 45 Kilometer – wie ihm eine Urkunde bestätigt. Die letzten fünf der insgesamt 50 Kilometer langen Strecke gingen am frühen Abend durch ein stockdunkles Waldstück, da gab er aus Sicherheitsgründen auf, denn man konnte die eigene Hand nicht vor Augen sehen und der Weg war kaum erkennbar. Dennoch ist er stolz, so viele Kilometer geschafft zu haben. Im Vorfeld hatte er fleißig trainiert, war mehrfach von Engen nach Radolfzell marschiert und hatte sich dabei etliche Blasen zugezogen. Blasen hatte er beim Megamarsch zum Glück keine, aber mächtig Muskelkater, der einige Tage anhielt.

Sein Engagement hat sich gelohnt: Bislang kamen rund 3300 Euro zusammen, die letzten Zahlungen einiger weniger Unterstützer stehen noch aus. Dem Hegau-Jugendwerk konnte er jetzt die Geldspende als Weihnachtsgeschenk überbringen. In der Einrichtung war die Freude groß. Verwaltungsleiter Markus Beck und Pflegedirektorin Ina Rathje betonten: „Ein solches Engagement bedeutet uns sehr viel“. Nicht nur wegen der großen Spendensumme, sondern auch, weil Torre mit seiner Aktion mithelfe, das Hegau-Jugendwerk in der Region bekannter zu machen. Torre versprach, das Jugendwerk auch weiterhin zu unterstützen und zur Einweihung der Rollstuhlschaukel im nächsten Frühjahr wieder zu kommen. Das will auch Heike Meyer, die Pietro Torre zur Spendenübergabe begleitet hatte; sie hatte rund 50 Luftballontiere in allen möglichen Farben dabei, die sie binnen vier Stunden erschaffen hatte. Damit wollte sie den kleinen Patienten vor Weihnachten „das Leben etwas bunter machen“ – das ist ihr geglückt!

 
 
 

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