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Dr. Paul Diesener mit dem MAIK Award ausgezeichnet

08.11.2018

Ehrung für Leitenden Arzt der Intensivstation und Frühreha des Hegau-Jugendwerks

(Gailingen). Im Rahmen des 11. MAIK (Münchner außerklinischer Intensiv Kongress) wurde am 26. Oktober 2018 Dr. med. Paul Diesener, Leitender Arzt – Intensivmedizin im Hegau-Jugendwerk Gailingen – mit dem MAIK Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird seit 2012 Personen bzw. Unternehmen verliehen, die sich in besonderem Maße für Menschen mit Behinderung, Krankheit und/oder Beatmung und dabei mit Bezug zur außerklinischen Intensivpflege einsetzen.

Dies wurde in der Laudatio von Dr. med. Kurt Wollinsky, Oberarzt i.R., Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin & Schmerztherapie der RKU Universitäts- und
Rehabilitationskliniken Ulm, an mehreren Eckpunkten dargelegt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Dr. Paul Diesener seit über zehn Jahren als Gründungsmitglied im Dysphagie-Netzwerk-Südwest. Das Netzwerk war zunächst ein informeller Zusammenschluss von ca. 250 Vertretern verschiedener Berufs- und Interessengruppen (Logopädie, Medizin, Pflege, pflegende Angehörige/ Selbsthilfegruppen, Hilfsmittelprovider) aus Südwestdeutschland und der
angrenzenden Schweiz, die mit Menschen aller Altersgruppen zu tun haben, die unter einer Schluckstörung (Dysphagie) leiden. Seit Februar 2015 ist das Netzwerk ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Überlingen/Bodensee.

Im Rahmen von Fortbildungen und Tagungen hat Dr. Diesener u.a. beim MAIK (Münchner außerklinischer Intensiv Kongress), wie auch bei vielen anderen Anlässen im gesamten Bundesgebiet sowie in Österreich und in der Schweiz seine umfangreichen Erfahrungen und Neuentwicklungen zum Nutzen der betroffenen Patienten weitergeben können. Hierbei hat er stets das Leitmotiv im Auge, einem gesundheitlichen Handicap nicht mit Einschränkungen entgegenzutreten, sondern die
vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen mit der Unterstützung von teils intensivmedizinischen Hilfen derart zu fördern, dass trotz Beatmung und Luftröhrenschnitt die von ihm betreuten Kinder und Erwachsenen genussvoll essen und wieder sprechen können. Hierbei bleibt es nicht aus, sich auch gegen althergebrachte und nach Meinung von Dr. Paul Diesener überholte medizinische
Standards zur Wehr zu setzen.

Im Bild (v.li.n.re.): Dr. med. Kurt Wollinsky, Christine Bronner, Staatsministerin Kerstin Schreyer, Dr. med. Paul Diesener, Jörg Brambring MAIK (Foto: Sebastian Heise)
Im Bild (v.li.n.re.): Dr. med. Kurt Wollinsky, Christine Bronner, Staatsministerin Kerstin Schreyer, Dr. med. Paul Diesener, Jörg Brambring MAIK (Foto: Sebastian Heise)

Zum MAIK, der in diesem Jahr zum 11. Mal stattfand, nahmen rund 900 Ärzte und
Medizinwissenschaftler, Therapeuten aller Fachrichtungen, Leistungsträger, Pädagogen (insbes. Sozialpädagogen), Medizintechnik und Industrie, Case Manager, Verbände und Selbsthilfegruppen, Pflegedienste und Pflegekräfte (stationär, ambulant) aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Besonders wichtig ist dem Veranstalter, seit Mai die Deutsche Fachpflege Gruppe, dass Betroffene und pflegende Angehörige zu Wort kommen. Dies war auch in diesem Jahr der Fall. Mehr denn je berichteten die Expert*innen in eigener Sache, was für sie gute Pflege ist und was vor allem die
Politik tun muss, damit sowohl eine hohe Pflegequalität als auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weiterhin (und in noch viel höherem Ausmaß als bisher) möglich ist.

Dem diesjährigen Träger des MAIK Award gratulierte u.a. die Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Kerstin Schreyer, der Vorstand der Deutschen interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V., zahlreiche Mitstreiter*innen sowie die beiden Kongresspräsidenten, Jörg Brambring und Christoph Jaschke. Sie dankten Dr. Diesener auch dafür, dass er sich als Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des MAIK seit zehn Jahren dafür einsetzt, dass sich
dieser vielbeachtete Kongress auf so hohem Niveau bewegt, und dass ihn deshalb neben den vielen Berufsgruppen, die in der außerklinischen Intensivversorgung tätig sind, auch ärztliche Kolleg*innen wegen seines hohen Informationsgehalts schätzen.

(Quelle: Text und Bild von der Pressestelle der DEUTSCHEN FACHPFLEGE GRUPPE)

 
 
 

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