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Leistungsspektrum

Neuropsychologische Diagnostikwoche

Spezielle Behandlungskonzepte im Kinderhaus

Das Hegau-Jugendwerk Gailingen betreut seit 1972 Kinder und Jugendliche nach neurologischen Erkrankungen und nach frühkindlicher Hirnschädigung. Bei den meisten unserer Patienten bestehen aufgrund der Erkrankung kognitive Schwächen, die oftmals nur einen Teil des gesamten Leistungsbereiches betreffen. Durch eine breite Differentialdiagnostik seitens der Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Pädagogen und Lehrer gelingt es, einzelne Teilleistungsschwächen genau zu erfassen und aufbauend auf diesen Erkenntnissen eine gezielte Therapie anzubieten.

Wir haben in den letzten Jahren vermehrt die Erfahrung sammeln können, dass auch bei gesunden Schulkindern, bei denen Leistungsschwächen oder Verhaltensauffälligkeiten zu beobachten sind, gehäuft Leistungsschwächen spezieller kognitiver Funktionen bestehen, die behandlungsbedürftig sind. Wo Störungen der Sprache, der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit, der Merkfähigkeit oder der Handlungsplanung nicht erkannt oder über einen längeren Zeitraum unbehandelt bleiben, der schulische Erfolg trotz Bemühungen ausbleibt, entsteht die Gefahr, dass sich ein vermindertes Selbstwertgefühl, ein Selbstbild vom Versager, eine nachlassende Lernmotivation und aufkeimende Verhaltensauffälligkeiten aufbauen.


1. Diagnostikwochen

Wir bieten für Kinder mit neurologischer Erkrankung und für alle jene Kinder, bei denen Kindergärtner, Lehrer, Eltern oder Kinderärzte den Eindruck gewonnen haben, dass solche Teilleistungsstörungen die Ursache für Verhaltensprobleme, schulisches Versagen oder Entwicklungsstörungen darstellen, die Möglichkeit der teilstationären oder auch stationären Klärung an. Im Verlauf von ein bis zwei Wochen, in denen das Kind den Tag bei uns im Rehabilitationszentrum verbringt und bei uns im Hause (stationäre Behandlung), bei den begleitenden Eltern im Appartement (Rooming-In) schläft oder jeden Abend nach Hause fährt (teilstationäre Behandlung), werden alle notwendigen medizinischen und neuropsychologischen, ergotherapeutischen, krankengymnastischen und logopädischen Untersuchungen durchgeführt und das schulische Leistungsbild in der angeschlossenen Krankenhaussonderschule genau erfasst und differenziert bewertet. Bei Kindergartenkindern findet eine ausführliche Leistungsbeobachtung in der Einzel- und Gruppensituation im Rahmen eines Vorschulunterrichtes statt. In der untersuchungsfreien Zeit wird das Kind von erfahrenen Krankenschwestern und Pädagogen in seiner Wohngruppe betreut und in seinem Verhalten beobachtet.

Auf dem Hintergrund der Ergebnisse verschiedener Fachdisziplinen wird versucht, ein exaktes Störungsbild abzuleiten und hieraus einen Behandlungsvorschlag zu entwickeln, der sich auf die notwendige therapeutische Förderung z.B. in der Ergotherapie oder der Logopädie erstreckt, Vorschläge spezieller schulischer Förderung unterbreitet und Hilfestellung bei etwaigen Verhaltensproblemen anbietet. Die Unterrichtung der Eltern und der Schule erfolgt in schriftlicher Form und in einem gemeinsamen Gespräch. Eine weitere gelegentliche Beratung zu einem späteren Zeitpunkt ist ebenfalls möglich.


2. Therapieevaluation

Ein zweites, erweitertes Angebot bezieht eine Therapiephase von zwei oder mehr Wochen ein, um neue Therapiekonzepte und Unterrichtsangebote zu erproben und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Heyl, Tel.: 07734-939-334 oder Herrn DP Lasogga, Tel.: 07734-939-410 .



Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Diagnostik bei fraglichem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom

Bei Kindern mit der speziellen Fragestellung nach dem Vorliegen eines Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms bieten wir eine ausführliche neurologische und neuropsychologische Diagnostik an, um Aufmerksamkeitsstörungen, wie sie nach den Richtlinien der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) definiert sind, und begleitende Störungen in anderen elementaren Leistungsbereichen aber auch Leistungsresourcen differenziert zu erfassen. Das Verhalten der Kinder in Leistungssituationen und in der sozialen Interaktion wird je nach Einzelfall nach der Clinical Assessment Scale for Children and Adolescent Psychopathology (CASDCAP-D), nach Conners oder anderen verhaltensrelevanten Beurteilungsschemata eingeschätzt.

Auch bei der ADS-Diagnostik bieten wir neben einem ein- bis zweiwöchigen Diagnostik-Paket ein Angebot, um neue Therapiekonzepte und Unterrichtsangebote zu erproben und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Je nach Ergebnis der Diagnostik wird ein verhaltenstherapeutisch orientiertes Training sozialer Kompetenzen und kompensatorischer Techniken zur Verhaltenssteuerung in Leistungssituationen und ein gezieltes neuropsychologisches Aufmerksamkeitstraining durchgeführt. Soweit sich aus den diagnostischen Befunden spezifische Hinweise ergeben, wird auch eine medikamentöse Unterstützung der Therapien angeboten. Die Wirksamkeit medikamentöser Behandlung wird in der Regel in einem testdiagnostisch begleiteten Doppel-Blind-Versuch überprüft. Bei Bedarf wird die neuropsychologische Testung im Sinne einer Prozess-Diagnostik gezielt wiederholt, um Effekte des verhaltenstherapeutischen und neuropsychologischen Trainings oder der medikamentösen Behandlung zu überprüfen. Parallel zu den Therapien des Patienten werden die Eltern über zu verändernde pädagogische Strategien, eventuell auch familientherapeutisch beraten.
Bei Entlassung des Patienten wird mit Eltern und soweit dies möglich ist mit dem Patienten, mit Lehrern der Heimatschule oder Erziehern des Kindergartens über ein therapeutisches Setting im gewohnten heimatlichen Umfeld beraten.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Galler, Tel.: 07734-939-381 oder Herrn DP Lasogga, Tel.: 07734-939-410 .

 

Kontakt

Hegau-Jugendwerk
Psychologischer Dienst
Kapellenstr. 31
78262 Gailingen
Tel: 07734/939-410
Fax: 07734/939-206
E-Mail

 
 
 

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