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Kognition, Motorik und Psychosoziales

Kognition

Neurologische Erkrankungen ziehen Einschränkungen des Denkens und Erkennens nach sich, des Sehens, Hörens und Fühlens und der weiteren Verarbeitung dieser von außen einwirkenden Informationen. Nicht selten ist die Erinnerung an früher Gelerntes erschwert, fällt das Speichern neuer Information schwer, ist die sprachliche Verarbeitung beeinträchtigt und oft sind hierin auch die Ursachen für verschiedene Auffälligkeiten im Arbeitsverhalten, in der sozialen Kommunikation und im Sozialverhalten zu suchen. Um möglichst schnell nach Aufnahme eines Rehabilitanden zu einem effektiven Rehabilitationskonzept zu gelangen ist eine rasche Diagnostik in allen Therapiebereichen wie Ergotherapie, Logopädie, Berufstherapie, Schule und Neuropsychologie notwendig. Hierbei wird der Schwerpunkt nicht allein auf Leistungseinschränkungen gelegt, es gilt ebenso, Leistungsreserven zu erkennen, die den notwendigen therapeutischen Prozess unterstützen können. Auf dem Hintergrund der diagnostischen Erkenntnisse entwickeln die verschiedenen Therapiebereiche ein Förderungskonzept, das aufeinander abgestimmt und umgesetzt wird. 

Eine regelmäßige Feinabstimmung dieser Bemühungen verschiedener therapeutischer Disziplinen findet im Rahmen der Sitzungen des Case-Managements statt, an dem die Rehabilitanden und deren Angehörigen beteiligt sind. Gemeinsam werden hier die weiteren therapeutischen Strategien an den aktuellen Leistungsstand angepasst und eine den schulischen oder beruflichen Leistungen entsprechende Wiedereingliederung entwickelt.

Motorik

Nach Befundaufnahme und Gesprächen mit dem Patienten oder dessen Angehörigen wird eine individuelle Zielsetzung für die motorische Rehabilitation gestellt. Behandlungsmethoden werden so gewählt, dass sie dem Patienten Erfolgserlebnisse vermitteln und eine Steigerung der Anforderungen ermöglichen.

Dafür werden vorzugsweise Tätigkeiten angeboten, für die seitens des Patienten eine hohe Motivation besteht. Therapeutische Herausforderung ist es, Aufgaben zu finden, die an der Leistungs-grenze des Patienten ansetzen und die Übungssequenzen so zu gestalten, dass die Leistungsbereitschaft erhalten bleibt. Diese aufgabenspezifischen und auf sich wiederholenden Übungen basierenden Behandlungsansätze sollen funktionell für den Alltag relevant sein (wie Gleichge-wichtsreaktionen, Lagewechsel, Stehen und Laufen, Greifen, Hantieren, Mimik, Essen und Sprechen).

Individuelle Behandlungsansätze setzen eine gezielte Auswahl an therapeutischen Methoden voraus. Unsere Therapeuten setzen sich intensiv mit traditionellen neurologischen Konzepten wie beispielsweise Bobath, Vojta, PNF u. ä. auseinander. Um die Qualität und Effizienz der Rehabilitation weiter zu erhöhen, befasst sich das Hegau-Jugendwerk mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und versucht, die Ergebnisse der Studien in Behandlungsstrategien umzusetzen. Dies hat sich insbesondere im Laufbandtraining und Handfunktionstraining niedergeschlagen.

Psychosoziales

Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich zum Zeitpunkt der Erkrankung oder des Unfalls in einem Lebensabschnitt, der geprägt ist von körperlicher, persönlicher, beruflicher und sozialer Veränderung und Neuorientierung. Durch einen Unfall oder eine neurologische Erkrankung kommt es oft zu der Situation, dass diese Ziele nicht mehr erreicht werden können und verändert werden müssen. Die Begleitung durch verschiedene Fachdienste bei diesem Veränderungsprozess stellt einen wichtigen Bestandteil der Rehabilitation dar.

Beratung und psychotherapeutische Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung und zukünftiger Lebensgestaltung wird durch den Psychologischen Dienst angeboten.

Hilfen zur Lösung von Alltagsproblemen auch in der therapiefreien Zeit gehören zur Arbeit des Sozialpädagogische Dienstes. Neben Freizeitangeboten gehören die Förderung von sozialer Verselbstständigung, sozialer Orientierung und Aufarbeitung behinderungsbedingter Probleme innerhalb und außerhalb unserer Einrichtung zum ständigen Angebot.

Die Entwicklung einer realistischen Zukunftsperspektive in Zusammenarbeit mit dem Rehabilitanden, anderer Berufsgruppen und den entsprechenden Kostenträgern liegt im Verantwortungsbereich des Sozialdienstes. Angeboten wird auch die Beratung in sozialrechtlichen Angelegenheiten, Hilfen bei der Krankheitsbewältigung und die poststationäre Betreuung.

In der Auseinandersetzung mit eigenen Einschränkungen hat der Austausch mit Rehabilitanden in einer ähnlichen Situation eine ebenso wichtige Funktion.

 

Kontakt

Hegau-Jugendwerk
Kapellenstr. 31
78262 Gailingen
Tel: 07734 939-0
Fax: 07734 939-206

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