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Brilliant spontan: Bernhard Hoecker macht Patienten glücklich

14.03.2016

Star-Comedian besucht das Hegau-Jugendwerk und nimmt sich viel Zeit für die Patienten

Star-Comedian Bernhard Hoecker ließ sich gerne mit Patientin Elisabeth Dimpfl zur Erinnerung fotografieren. Bild. aj
Star-Comedian Bernhard Hoecker ließ sich gerne mit Patientin Elisabeth Dimpfl zur Erinnerung fotografieren. Bild. aj

(Gailingen). Er kam, sprach und siegte: Nicht nur in seinen Soloprogrammen weiß Comedian Bernhard Hoecker die Menschen zu begeistern, sondern auch in der persönlichen Begegnung. Zu dieser kam es vergangene Woche im Hegau-Jugendwerk (HJW). Am Abend spielte der preisgekrönte Comedian vor vollem Haus im Radolfzeller Milchwerk, am Nachmittag füllte er den Audimax im Hegau-Jugendwerk.

Bevor er sich jedoch den nicht enden wollenden Fragen der Rehabilitanden stellte, ungezählte Autogramme schrieb und für ungezählte Selfies postierte, besichtigte er in Begleitung des Ärztlichen Direktors Dr. Klaus Scheidtmann und Lehrer Tom Welte von der Wilhelm-Bläsig-Krankenhausschule die Einrichtung.

Tom Welte ist es zu verdanken, dass immer wieder Prominente den Weg in das neurologische Rehazentrum für Kinder und Jugendliche finden. Denn er schaut regelmäßig welcher Promi wann in der Region ist, wer zum Jugendwerk passen könnte und lädt diese dann ein, das HJW kennen zu lernen. Viele sagen ab, einige sagen zu. Zu letzteren zählten in jüngster Zeit die Comedianfrau Mirja Boes und SWR Comedy-Star Andreas Müller; aber auch schon Claus Kleber und Rangar Yogeschwar hatten die Einrichtung am Hochrhein besucht.

Sehr interessiert am Hegau-Jugendwerk zeigte sich der aufgeweckte und schlagfertige Comedian Bernhard Hoecker, der als Zivildienstleistender in einer Einrichtung für Behinderte tätig war und außerdem eine Stiftung hat, die soziale Ziele verfolgt. Hoecker zeigte sich beeindruckt vom HJW, stellte sich schon während des Rundgangs bereitwillig und geduldig für Selfies mit den überrascht-begeisterten Patienten und dem Personal zu Verfügung, denn er wurde gleich überall erkannt und mit großem „Hallo“ begrüßt.

Bei der „Haut-nah“-Promi-Stunde im Audimax ließ er keine Frage unbeantwortet, denn blöde Fragen gibt es nicht. Im Gegenteil, er freute sich über die Neugierde der Patienten und erzählte bereitwillig von seiner Laufbahn und seinem Künstlerleben. „Fragen beantworten macht mir am meisten Spaß“, erklärte er überzeugend und appellierte an alle Anwesenden: „Bleibt neugierig!“ Hoecker wurde „nicht beim Überqueren der Straße als Model entdeckt“, sondern sein künstlerischer Werdegang entwickelte sich allmählich. Mit Theaterspielen und Jonglage während der Schulzeit fing alles an. Er war ein fauler, aber intelligenter Schüler. Faul sein ist gut, so der Comedian, denn „Faule finden kluge Wege, um erfolgreich zu sei“, machte er an seinem Beispiel deutlich. Dass er ein „super Schüler“ war, zeigte sich auch daran, dass er die 9. Klasse zwei Mal machte, „weil die Lehrer noch so viele Fragen an mich hatten“.

Jemand, der niemals um eine Antwort verlegen ist und so spontan auf das Leben reagieren kann, kann eigentlich nur ein erfolgreicher Comedian werden. Hoecker gründete sein eigenes Comedy-Ensemble, wurde Mitte der 90er Jahre zu einem Casting ins Fernsehen eingeladen und ab da ging es Schritt für Schritt weiter auf der Karriereleiter. Auftritte in der „Schillerstraße“, in „Switch“, in „SiebenTage – sieben Köpfe“, „Genial daneben“ oder in „Nicht nachmachen“ folgten - letztere eine Sendung, die Bernhard Hoecker besonders liebt.

Seine Nähkästchenplauderei aus dieser Sendung liebten wiederum vor allem die kleinen Patienten, während manch Elternteil Sorgenfalten im Gesicht bekam. „Nicht nachahmen“ zwinkerte der gut gelaunte, vor Redelust und witzigen Einfällen nur so sprudelnde Comedian den Anwesenden zu. Seine gute Laune, sein unkompliziert sympathisches Auftreten ohne jegliche Starallüren, seine Spontanität und seine intelligente Rhetorik bereiteten den Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern des Hegau-Jugendwerks einen unvergesslichen Nachmittag. Tom Welte war sich abschließend sicher: „Für uns ist es ein Segen und Gewinn, dass Prominente wie Sie uns besuchen kommen“. Der Nachmittag mit Bernhard Hoecker war ein Erlebnis, das bei den Rehabilitanden sicherlich noch lange positiv nachwirkt.

 
 
 

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